Die Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau der Universität Zagreb ist Partnerin im europäischen Projekt EXCEED-AIR – EXCellence Initiative for European Empowerment and Development in AI-Driven Robotics, dessen Durchführung am 1. Oktober 2026 begonnen hat. Das Projekt wird aus dem Programm Horizont Europa im Rahmen der European Excellence Initiative finanziert und vereint zehn Partnerorganisationen aus sechs europäischen Ländern. Der Gesamtwert des Projekts beläuft sich auf 5 Millionen Euro, wovon 370.687,50 Euro auf die Beteiligung der FSB entfallen. Das Projekt läuft fünf Jahre, bis zum 30. September 2031.
Projektleiter an der FSB ist außerordentlicher Professor Dr. sc. Marko Švaco. Koordinatorin des Projekts ist die Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Universität Zagreb (FER), geleitet wird es von Prof. Dr. sc. Ivan Petrović. Das erste Treffen des Konsortiums fand am 13. und 14. Oktober 2026 in den Räumlichkeiten des Exzellenzzentrums MARBLE der FER statt.
Hauptziel des Projekts ist der Aufbau einer langfristigen und nachhaltigen europäischen Exzellenzallianz im Bereich der KI-gestützten Robotik. Durch die Vernetzung von Forschungsteams, Wissen und Infrastruktur wird das Projekt die wissenschaftlichen und Innovationskapazitäten der Partnerinstitutionen stärken – insbesondere in den Ländern, die unter die europäischen Maßnahmen zur Ausweitung der Beteiligung und Verbreitung von Exzellenz fallen – und die Anwendung von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft fördern.
Die Projektbeteiligung eröffnet der FSB Möglichkeiten, die internationale Forschungszusammenarbeit zu stärken, Wissen auszutauschen und gemeinsame Forschung in Robotik und künstlicher Intelligenz voranzutreiben. Besonders relevant sind Anwendungen in der intelligenten Fertigung, der industriellen Automatisierung und der Mensch-Roboter-Kollaboration, die die Entwicklung fortschrittlicher Robotersysteme mit den Bedürfnissen der Industrie verbinden.
Die Projektaktivitäten umfassen die Verbesserung der Bewertung von Forschungsleistungen und der Karriereentwicklung, die Stärkung des Forschungsmanagements sowie Weiterbildung, Mentoring und internationale Mobilität von Forschenden und Fachpersonal. Die Partner werden ein gemeinsames Forschungs- und Innovationsprogramm erarbeiten und ein gemeinsames virtuelles Labor einrichten, das ihre Forschungsplattformen verbindet und die Durchführung von Experimenten an mehreren Standorten ermöglicht. Zudem werden eine digitale Infrastruktur für die Zusammenarbeit, digitale Zwillinge sowie Werkzeuge für den sicheren Datenaustausch und die Reproduzierbarkeit von Forschung entwickelt.
Die gemeinsame Forschung wird sich auf vier strategische Anwendungsbereiche der künstlichen Intelligenz in der Robotik konzentrieren: robuste Wahrnehmung und Szenenverständnis, Lernen und Anpassung in unstrukturierten Umgebungen, Echtzeitplanung und Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung des Menschen sowie heterogene Multi-Agenten-Robotersysteme.
Die entwickelten Methoden und Algorithmen werden in der assistiven Robotik für ältere Menschen und das Gesundheitswesen, in der intelligenten Fertigung und industriellen Automatisierung sowie in maritimen Systemen zur Umweltüberwachung und Infrastrukturinspektion angewendet und erprobt. Besonderes Augenmerk gilt der menschzentrierten Robotik, vertrauenswürdiger künstlicher Intelligenz, dem Datenschutz und den Grundsätzen der Open Science.
Das Projektkonsortium besteht aus der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Universität Zagreb (FER), Kroatien, als Koordinatorin, dem Institut „Jožef Stefan“ (JSI), Slowenien, der Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau der Universität Zagreb (FSB), Kroatien, dem KTH Royal Institute of Technology (KTH), Schweden, der Technischen Universität München (TUM), Deutschland, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Deutschland, der Universität Padua (UNIPD), Italien, der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste (HAZU), Kroatien, dem Exzellenzzentrum MARBLE, Kroatien, sowie European Fund Management Consulting (EFMC), Estland.
Das Projekt wird die Zusammenarbeit mit Unternehmen, Start-ups, regionalen Innovationsökosystemen sowie Bürgerinnen und Bürgern durch die gemeinsame Gestaltung von Anwendungen, Demonstrationen von Robotertechnologien und Aktivitäten zur Einbindung der Öffentlichkeit fördern. Durch die Teilnahme am Projekt wird die FSB ihre internationale Vernetzung weiter ausbauen und zur Entwicklung und Anwendung fortschrittlicher Robotertechnologien in Industrie und Gesellschaft beitragen.
Das Projekt wurde von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
Die Erstellung der Website wurde von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
Für den Inhalt der Website ist ausschließlich die Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau verantwortlich.
