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Von der Forschung zur Anwendung: Der FSB präsentierte medizinische Innovationen durch die Projekte ANDROMEDA und PRONOBIS.

Die Veranstaltung brachte Experten aus Medizin, Robotik und Industrie zusammen, um den Technologietransfer in die klinische Praxis zu stärken.

Am 27. Mai 2026 fand an der Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau der Universität Zagreb eine Veranstaltung mit dem Titel „Von der Forschung zur medizinischen Innovation: Technologietransfer“ statt, bei der die Ergebnisse der Medizinrobotikprojekte ANDROMEDA und PRONOBIS vorgestellt wurden. Die Veranstaltung brachte Vertreter aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Industrie und Innovationssektor zusammen, um die Zusammenarbeit zu stärken und den Transfer fortschrittlicher Technologien aus den Forschungslaboren in die klinische Praxis zu beschleunigen.

Die Konferenz wurde vom Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau, Prof. Dr. Sc. Zdenko Tonković, und der Direktorin des Zentrums für Technologietransfer, Dr. Sc. Tamara Aleksandrov Fabijanić, eröffnet, die die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Ingenieurwesen, Medizin und Wirtschaft bei der Entwicklung innovativer Medizintechnologien hervorhoben.

In seiner Einführungsrede betonte Akademiemitglied Bojan Jerbić, dass die Projekte ANDROMEDA und PRONOBIS ein Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, industrieller Entwicklung und klinischer Praxis darstellen.

„Diese Konferenz zeigt, wie Erkenntnisse aus Robotik und künstlicher Intelligenz am FSB in konkrete Innovationen umgesetzt werden – vom Labor bis hin zu realen Anwendungen. Die Projekte PRONOBIS und ANDROMEDA entstehen in Partnerschaft zwischen Wissenschaft, Industrie und Ärzten und bestätigen, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Medizin und Technologie den Technologietransfer in die Praxis beschleunigen kann. Dieser Ansatz bringt messbare Vorteile für Patienten und das Gesundheitssystem und fördert gleichzeitig die Entwicklung der heimischen Medizintechnikbranche“, betonte Akademiemitglied Jerbić.

PRONOBIS – Robotergestützte Biopsie der Prostata

Das PRONOBIS-Projekt entwickelt ein robotergestütztes Prostatabiopsiesystem, das Robotik, maschinelles Lernen und Echtzeitnavigation integriert, um die Diagnostik von Prostataerkrankungen zu verbessern. Im Rahmen der Präsentation wurden den Teilnehmern die Anatomie und Funktion der Prostata, die Häufigkeit und klinische Bedeutung von Prostataerkrankungen sowie bestehende Diagnose- und Biopsieverfahren und deren Grenzen erläutert.

Es wurden auch die Hauptziele des Projekts vorgestellt: Standardisierung des Biopsieverfahrens, Steigerung der Präzision und Zuverlässigkeit des Verfahrens, Verringerung der langfristigen Abhängigkeit von MRT-Untersuchungen und Beschleunigung des Diagnoseprozesses, um die Anzahl der Patienten zu erhöhen, denen eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung ermöglicht werden kann.

Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich anhand einer Übersicht der Roboterplattform und des Versuchsaufbaus über die technologische Lösung des Systems zu informieren. Dabei wurde auch der Einsatz medizinischer Phantome zur Validierung und zum Testen des Systems erläutert. Vorgestellt wurden die Verfahren zur Erfassung und Kompensation von Patientenbewegungen, die Verarbeitung und Analyse von Ultraschallbildern einschließlich Scannen, Segmentieren und Verarbeiten mittels neuronaler Netze sowie Methoden zur 3D-Rekonstruktion und Visualisierung der Prostata.

Besonderes Augenmerk wurde auf die interaktive Benutzeroberfläche für die Biopsieplanung und die Demonstration der robotergestützten Durchführung des Eingriffs mit präziser Zielsetzung ausgewählter Biopsiepunkte gelegt. Dies verdeutlicht das Potenzial des Einsatzes von künstlicher Intelligenz und Robotik zur Steigerung der diagnostischen Genauigkeit und Effizienz klinischer Verfahren.

ANDROMEDA – Autonomes Bohren für robotergestützte medizinische Anwendungen

Das ANDROMEDA-Projekt zielt auf die Entwicklung eines autonomen Robotersystems für Knochenbohrungen in der Neurochirurgie ab. Das System basiert auf der Integration fortschrittlicher Sensoren, intelligenter Steuerungsalgorithmen und Sicherheitsüberwachungsmechanismen, die eine Echtzeit-Anpassung an die Operationsbedingungen ermöglichen.

Im Rahmen der Präsentation wurden die Teilnehmer in die Anatomie des Schädels, die in der Neurochirurgie angewandten Bohrmethoden sowie deren Vor- und Nachteile eingeführt. Zudem wurden die Hauptziele des Projekts vorgestellt: die Standardisierung des Schädelbohrverfahrens, die Steigerung der Präzision und Zuverlässigkeit des Eingriffs, die Ausweitung der Verfügbarkeit solcher Verfahren und die weitere Verbesserung der Patientensicherheit.

Die technologische Lösung des ANDROMEDA-Systems wurde anhand einer Übersicht der Roboterplattform und des Versuchsaufbaus vorgestellt, einschließlich der Verwendung künstlicher Knochenmodelle zum Testen und Validieren des Systems. Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich über die präoperative Vorbereitung und die Analyse von Patienten-CT-Scans mithilfe einer speziell für Ärzte entwickelten Benutzeroberfläche zu informieren. Diese ermöglicht eine präzise Planung des Eingriffs und die Festlegung der Bohrtrajektorie.

Vorgestellt wurden außerdem Verfahren zur Bestimmung optimaler Bohrparameter, fortschrittliche Steuerungsalgorithmen mit integrierten Sicherheitsmechanismen zum Systemstopp sowie die robotergestützte Bohrerpositionierung. Die demonstrierten Technologien zeigten, wie Robotik und künstliche Intelligenz zu sichereren, präziseren und standardisierteren neurochirurgischen Eingriffen beitragen können.

Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Medizin und Industrie

Beide Projekte werden in Partnerschaft mit der Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau der Universität Zagreb, dem Regionalen Kompetenzzentrum für Robotertechnologien (CRTA) und der Firma RONNA Medical entwickelt. PRONOBIS wird in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Zagreb und der Medizinischen Fakultät der Universität Zagreb umgesetzt, während ANDROMEDA in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Dubrava entwickelt wird.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten basieren auf der Kombination von akademischer Expertise in den Bereichen Robotik, künstliche Intelligenz, fortgeschrittene Steuerungstechnik und Medizintechnik mit industrieller Erfahrung in der Entwicklung und Integration von Robotersystemen für medizinische Anwendungen.

Neben Fachvorträgen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die CRTA-Labore zu besichtigen und Demonstrationen entwickelter Technologien zu besuchen. Der direkte Einblick in die Funktionsweise des Systems ermöglichte den Wissensaustausch zwischen Forschern, Ärzten und Vertretern der Industrie und ebnete den Weg für zukünftige Kooperationen und die Anwendung der entwickelten Lösungen im klinischen Umfeld.

Die Projekte ANDROMEDA und PRONOBIS werden von der Europäischen Union im Rahmen des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans (NRRP) kofinanziert. Ziel ist die Entwicklung innovativer Medizintechnologien und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesundheitswesen und Wirtschaft.


Das Projekt wurde von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
Die Erstellung der Website wurde von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
Für den Inhalt der Website ist ausschließlich die Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau verantwortlich.